MICHAEL NUBER - Übersicht über alle CDs (+PDF-Katalog) &
Anmerkungen zum MN-Aufnahmeprojekt bei JAW-Records
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JAW-Records - das Aufnahme-Projekt mit Michael Nuber (2006-2017)
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Vorab ist zu sagen, dass Michael Nuber vor dem Beginn unseres großen Aufnahme-Projektes Tonaufnahmen seines Klavierspiels kategorisch ablehnend gegenüber stand. Teils geprägt durch die Ideen des Dirigenten Celibidache (welcher so manche Gründe ins Feld fühle, weshalb Aufnahmen nicht musikalisch vollwertig seien) werden dabei aber noch stärker die schlechten Erfahrungen mit Tonaufnahmen an der Hochschule zu der Verweigerungshaltung beigetragen haben.
Ich habe 2006 Michael Nuber als Solist im Beethoven Klavierkonzert Nr.3 c-moll anlässlich eines Konzertes, welches ich als damaliger künstlerischer Leiter und Dirigent des Amateurs Orchesters OrchesterVereinigung Schorndorf erarbeitete unter einer Bedingung - oder eher einem Zugeständnis - eingeladen. Für mich war Standard, dass ich alle meine Konzerte mitgeschnitten habe. Michael Nuber akzeptierte das und somit war bald der Grundstein für unser gemeinsames Projekt gelegt, da ich wohl nicht den ihm bekannter Stress beim Aufnehmen verbreitete.
In den elf Jahren von 2006 bis 2017 sind in Zusammenarbeit des Konzertpianisten Michael Nuber mit JAW-Records - in der Personalunion von Joachim Wagner ;-) - eine Unzahl von Klavier Solo und ein paar wenige Kammermusik-Duo-Aufnahmen entstanden (mit Querflöte, Cello und Gesang). Besonders zu nennen sind wohl neben einigen eher selten gespielten Werken und einzelnen CDs der Beethoven Klaviersonaten Zyklus und viele Schubert-, Chopin-, und Liszt CDs. Und es gab zum Jahreswechsel und in der Passionszeit ein paar Projekte zusammen mit dem evangelischen Pfarrer der "Brücke" (in diesem mittlerweile abgerissenen Kirchenraum entstanden die meisten Aufnahmen) Karl-Herrmann Sigel, der zwischen der Musik Texte gesprochen hat. Bei alldem handelte es sich zum größten Teil um Konzertmitschnitte samt "Voraufnahmen". Letztere dienten hie und da zur Fehlerkorrektur der Hauptaufnahme - eben des Livekonzertes.
Der Ansatz des Aufnehmens war von vorne herein ein pragmatischer: Die Wahl des Instrumentes und des Aufnahmeorts ergaben sich rein aus den Gegebenheiten, wo das Konzert stattfand und welcher Flügel dafür eben zur Verfügung stand. Somit hatte sich die Einrichtung der Mikrophonierung ebenfalls nach diesen Bedingungen zu richten, was dann auf den Endergebnissen in der Unterschiedlichkeit auch hörbar ist: Es gibt Mitschnitte, welche eher trocken und nah klingen, andere haben eine deutliche Entfernung mit Raumklang (z.B. die Chopin Préludes). Die meisten Aufnahmen entstanden mit vier Mikrophonen - zwei für die eher nahe Haupttonabnahme und zwei für den Bassbereich und den Raumklang (was zusammenhängt) ein wenig weiter weg entfernt. Das ergab eine gewisse Variabilität, mit der Unzulänglichkeiten der Aufnahmesituation oft erstaunlich gut kompensiert werden konnten.
Keine der Aufnahmen ist unter quasi "Labor-Bedingungen" entstanden - also keine ist eine sogenannte Studioaufnahme. Alle sind unter mehr oder weniger Widrigkeiten entstanden - wie Publikumsgeräuschen (zum Glück kaum - auch hier seien wieder als Ausnahme die Chopin Préludes genannt), Lüftungsanlagen (nur Beethovens Hammerklaviersonate), Vogelgezwitscher (ein Chopin Stück mit charmanten Effekt) oder einer eher unvorteilhaften Akustik. Manchmal galt es auch ein nicht optimales Instrument klanglich möglichst vorteilhaft zur Geltung zu bringen.
Der Vorteil und die absolute Authentizität dieser Art des Aufnehmens liegt darin, dass es kein nachträgliches Problem damit gab, die musikalische Stimmigkeit der Interpretation mit in der Postproduktion abzuändernden Parametern wie Hall oder Frequenzweichen in Einklang zu bringen. Wir haben schlicht die gegebenen Bedingungen so für die Aufnahme akzeptiert wie sie waren und deren Charakteristika genutzt (in der Mikrophonierung des individuellen Klangcharakters - und natürlich der Pianist interpretatorisch, z.B. in der Wahl der Tempi oder dem Einsatz der Klangfarben), was vielleicht gerade deshalb zur zwingenden Schlüssigkeit mancher Aufnahmen beigetragen hat.
Der Weg vom (zumeist) Mitschnitt zur CD lief über ein Kontrollhören der Mitschnittrohfassung und der Voraufnahmen durch den Pianisten, der dann Vorschläge machte, was wo zu schneiden sei. Ein aktiver Einfluss eines Interpreten auf die Postproduktion ist unüblich (normalerweise endet dessen Kontrolle am Ende der Aufnahmen), aber ich sah durchaus die Vorteile in dieser Verfahrensweise. Unbefriedigender fand ich die Situation, dass der Pianist für die normalen Hinweise des Aufnahmeleiters beim Mithören ziemlich unempfänglich war. Aber ich denke, dass manchen Aufnahmeleitern diese Art von Problemen bekannt sind ... ;-)
Mehr zu Thema Michael Nuber bei JAW-Records auf der Unterseite MN CDs - zu Klang und Gestaltung
Übrigens: Die Ausbeute der Aufnahmen (Verarbeitung zu einer CD) war - kommerziell gesehen - völlig unökonomisch. Außer den 60 erschienenen CDs gäbe es noch meterweise(!) aufgenommenes Tonmaterial, das rein zeitlich gesehen für eine vielfache Gesamtzahl an weiteren CDs reichen würde. Diese quasi "Aufnahmeleichen" werden aber wohl kaum "reanimiert" werden - hauptsächlich aus Kostengründen. Es sei denn, es fände sich ein Sponsor für unsere Arbeit ... :-)
Joachim Wagner (Produzent von JAW-Records)
Hier der Katalog der gesamten 60 CDs von Michael Nuber auf JAW-Records.
Die komplette CD-Liste mit allen Werken - gelistet nach MN-Nummer, nicht alphabethisch nach Komponisten.
Detaillierte Infos zu den einzelnen CD Aufnahmen in alphabethischer Listung nach Komponisten auf der Unterseite:
Michael Nuber - 60 CDs im Detail & Kurzberichte
Hier unten die gesamte Übersicht aller 60 CD Cover von Michael Nuber auf JAW-Records.

































































