Ihre eigene Tonaufnahme - Prozedere Modalitäten Anmerkungen
Herzlich willkommen bei JAW-Records - dem Produzenten Ihres eigenen Tonträgers!
Das Logo meiner kleinen Firma wirbt:
JAW-Records - musikalisch individuell innovativ
Ihr Tonträger - von der Aufnahme bis zu fertig gestalteten CD zu fairen Preisen.
Musikalischer Sachverstand, persönliche Beratung und Betreuung ohne Zeitdruck.
Alle Begriffe hängen - was ein Aufnahme-Projekt und dessen musikalisches Ergebnis anbetrifft - aufs Engste zusammen:
Beim angestrebten Ziel angefangen: Der Klang der Aufnahme soll den Intentionen des Künstlers entsprechen und in der klanglichen und inhaltlichen Darstellung dessen Interpretation musikalisch authentisch und überzeugend sein.
Somit ist die Zusammenarbeit des Musikers mit mir als Aufnahmeleiter / Tontechniker generell von musikalischen Gesichtspunkten her geprägt. Ich sehe mich selbst nur sekundär als Techniker, aber in erster Linie als betreuender Musiker - und achtsamer Musikliebhaber!
- Die Zusammenarbeit und das gemeinsame Vorgehen bei Planung und Ausführung einer Aufnahme sind absolut individuell.
- Es gibt keine Schablonen im Prozedere des Aufnehmens.
- Ebenso sehr bin ich darauf bedacht, für Sie keinen Zeitdruck entstehen zu lassen.
- Individuelle Regelungen was Stückzahlen des Endproduktes CD angeht, halten die Projektkosten für Sie möglich niedrig.
- Es gibt in der ganzen Produktionskette keinen "outgesourcten" Vorgang und somit keinerlei Unwägbarkeiten bei den Kosten.
Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass ich in Planung, Aufnahme und CD-Produktion weit mehr als einen technischen Ablauf sehe:
Meine Idee eines ganzheitlichen Ansatzes in Musik und Musizieren bezieht auch mögliche psychische Phänomene wie Stress usw. mit in die Kommunikation und die Planung ein und bei den Aufnahmen selbst werde ich derart entstehende Hemmnisse wahrnehmen und auf sensible und menschliche Weise darauf reagieren.
Im Umgang mit diesen sehr persönlichen Bereichen bringe ich neben meiner Arbeit mit Musikern beim Aufnehmen zusätzliche viel Erfahrungen als Dirigent, Instrumentallehrer und zudem als empathischer Wegbegleiter für Menschen in krisenhaften Lebens-Situationen mit.
Natürlich möchte ich Ihnen damit keinen Floh ins Ohr setzen oder etwas herbei reden. Da dieses Thema jedoch ziemlich häufig in Erscheinung tritt, sei es hier zumindest erwähnt. Immerhin ist das Musizieren per se ja ein Ausdruck von Identität.

Viele Musiker spielen lieber fürs Publikum als fürs Mikro - und wenn´s nur für den Aufnahmeleiter ist
Ich sehe Sie bei allen Planungs- und Aufnahmeschritten als Mensch und nicht als "Leistungsträger". Das ist in dieser Branche eher selten - wie auch Offenheit und kreatives Mitdenken im Planungsfeld des Projektes samt Neugierde auf jegliches Aufzunehmende.
Ein mögliches Prozedere als Idealfall
ERSTGESPRÄCH
In einem ersten Gespräch berichten Sie mir über Ihre Absichten und Vorstellungen, was Sie aufnehmen möchten und wozu Sie diese Aufnahmen benötigen. Aus diesen Punkten ergeben sich konkrete Überlegungen zur Aufnahmelokalität, zum Umfang der Aufnahmen (wie lange ist eine Sitzung, wie viele Sitzungen sind nötig) und zu einem geschätzten finanziellen Aufwand. Entscheidenden Einfluss auf die Kosten nehmen auch die Absichten, in der die Aufnahmen erstellt werden:
Eine vollständige CD-Produktion mit optischer Gestaltung, Cover und Text für ein wertiges Weitergeben oder den kommerziellen Verkauf bedeutet natürlich mehr Aufwand als das Erstellen einer reinen Demo-CD. Auch die Stückzahl an zu produzierenden CDs hat Einfluss auf den Grundpreis des Erstellen des Masters, von dem die einzelnen CDs dann gezogen werden.
Je höher die gewünschte Stückzahl an CD-Exemplaren, desto geringer ist der Preis der Master-CD, da die Kosten für Aufnahme, Take-Auswahl, Schneiden, Fehlerkorrektur, Abmischung und klanglicher Bearbeitung zu einem größeren Anteil in die Berechnung der CDs mit einfließen können. Bei einer geringen Stückzahl an CDs steht der Preis für den Master quasi für sich. Genau Kosten kann ich hier nicht nennen, da die Individualität des Projektes im Detail (Zeitaufwand, Aufnahmeaufwand, Aufwand der Nachbearbeitung, Gestaltung und Fertigung von Stückzahlen) den Preis bestimmt.
Zudem werden wir im Austausch zur Planung gemeinsam herausfinden, welche Länge an Gesamtspielzeit der Musikstücke passend ist, was aufzunehmen technisch möglich ist und was pragmatisch von der geplanten Musik aufgenommen oder evtl. auch weggelassen bzw. anderes hinzugenommen werden könnte.
Oft wandelt sich auch die ursprüngliche Idee des Konzeptes im Laufe des Gesprächs durch Anregungen oder es gibt konkrete Hindernisse, welche kreative Änderungen erfordern.
AUFNAHME-ORT und AUFNAHME-TERMINE
Wir überlegen eine passende Aufnahmelokalität für das gewünschte Klangbild. Das ist ein ganz wesentlicher Faktor beim Gelingen einer Aufnahme, denn die Akustik des Ortes prägt unbedingt den Klang der Aufnahme, da sich die Positionen der Mikrophon-Aufstellung nach Akustik und gewünschtem Effekt richten. Soll die Aufnahme z.B. sehr direkt klingen oder ist eine Einbettung in den Raumklang besser?
Erst nach der Klärung des Aufnahmeortes kann eine terminliche Planung stattfinden.
- Wann wird aufgenommen?
- Wie lang ist eine Sitzung geplant?
- Wie viele Sitzungen sind angedacht?
Es ist zu berücksichtigen, dass aus mehreren Gründen eine Test-Aufnahme gemacht werden sollte:
- Wie ist die Raumakustik einzufangen?
- Wie klingt das Instrument oder die Stimme auf der Aufnahme - und ist das klangliche Ergebnis der Aufnahme so gewünscht?
- Ist ein Austausch über die Art der Interpretation sinnvoll?
TEST-AUFNAHME
Trotz all meiner Erfahrung darin, anhand der Proportionen und der Beschaffenheit des Raums (Mobiliar, Material von Wänden, Decke, Fußboden) und dem Erzeugen von bestimmten Geräuschen eine Akustik abschätzen zu können, ist eine Testaufnahme unbedingt erforderlich.
Bei einer Testaufnahme werden sehr unterschiedliche Teile des Programms in kleineren Abschnitten aufgenommen - diese jedoch mehrmals in verschiedenen Positionierungen der Mikrophone.
Die Absicht ist durch das Testen eine entsprechende Einstellung zu finden, in der der direkt aufgenommene Klang der Schallquelle (also Ihr Musizieren) in einem möglichst optimalen Verhältnis zum Raumklang steht.
Dabei sollte der Raumklang nicht die Feinheiten des von Ihnen erzeugten Klangs verwischen, aber auch Ihr Kommunizieren mit dem Raum beim Spiel erhalten bleiben, das dieses Wechselspiel einen Teil der Interpretation (z.B. die Wahl der Grundtempi und der Klangbalance - aber auch die Farbigkeit des Klangs) ausmacht.
Diese Aufnahme ist auch Grundlage des folgenden Gesprächs.

Menschlich-musikalischer Austausch als Fundament des Vertrauens
GERSPRÄCH NACH DER TEST-AUFNAHME
Ein gemeinsames Anhören gibt nicht nur Aufschluss über die aufgezeichnete Akustik und eine konkrete Vorstellung davon, wie die Position der Mikrophone auszusehen hat und welchen Klang die Aufnahme haben könnte, sondern auch über das künstlerische Ergebnis. Nach der Auswertung der Testaufnahme können fundmentale Überlegungen anhand des Gehörten den ursprünglichen Plan des Projektes verändern. Dabei gilt es nichts zu "werten", sondern einfach pragmatisch den sinnvollsten Weg zu finden. Meist tauchen in diesem Zusammenhang auch Fragen oder Anmerkungen zu Interpretation bzw. Spielweise auf, welche Sie als Musiker im konstruktiven Austausch mit mir als wachsamen Hörer bezüglich Überlegungen in mehrere Richtungen und Lust am Experimentieren anregen sollten.
Dieser Prozess eines musikalischen Kennenlernens und der Annäherung öffnet im Idealfall bei der Aufnahme ein Tor, sodass ich als Aufnahmeleiter in der klassisch üblichen Weise Ihr Musizieren aufmerksam mitverfolge und als "Mikrophon-Ohr" hie und da Hinweise, Anmerkungen oder kreative Vorschläge zu Interpretation oder klanglicher Ausführung einstreue - oder auf konkrete "Fehler" hinweise. Ich werde das alles aber nur in einem angemessenen(!) Rahmen tun. Dieser sensible Akt eines persönlich-musikalischen "Spiegels" muss mit viel Takt und Verständnis geschehen und basiert ausschließlich auf ihrer Zustimmung.
Mir persönlich ist sehr wichtig, dass es sich um einen
Austausch handelt, in dem ich
a) als
Produzent notwendige Dinge anmerken muss (eine
konkrete Stelle oder einen Abschnitt, welche auf der Aufnahme
unklar oder
unvorteilhaft klingen) oder
b)
als
professioneller Musikliebhaber
nur Wahrnehmungen im Bereich des
persönlichen Geschmacks samt Anregungen äußere.
AUFNAHMESITZUNGEN
Das Zentrum unserer gemeinsamen Arbeit ist natürlich die Aufnahmesitzung selbst. Um optimale Bedingungen für eine gelungene Aufnahme zu schaffen kann man auf bestimmte individuell positiv beeinflussende Voraussetzungen im Vorfeld achten. Ebenso gibt es auch während der Aufnahme außermusikalische Punkte, welche das Gelingen beeinflussen können:
- Schlafverhalten vor der Aufnahme (Psyche)
- Uhrzeit der Aufnahme (Biorhythmus)
- Ernährung vor oder während der Aufnahme (Kraft, Kreislauf, Konzentrationsfähigkeit)
- Gespür wann und wie lange Pausen während der Sitzung sinnvoll sind (Konzentration, Kraft, Intensität, Spannung)
- Psychisches Verhalten während der Aufnahme (Umgang mit Fehlern, Risikofreude, Selbstbewusstsein, Vision des Stücks)
- Umgang mit dem Aufnahmeleiter (Atmosphäre, Vertrauen, Verbindung, Synergie, Neugierde, Freude am Experiment)
Je nach Ihrem Wunsch oder Ihrer Bereitschaft kann ich auf diese Voraussetzungen hinweisen bzw. diese berücksichtigen. Bei den letzten beiden Punkten sehe ich die Chance, dass ich Ihnen - wenn es angebracht ist - durch Reflektion (Supervision) und Ermutigung Hilfestellung geben kann.
Hier vielleicht ein paar Hinweise, welche Sie reflektieren können:
- Eine Aufnahme ist nur eine Aufnahme :-) - also kein Persönlichkeitstest mit Urteil über Sie oder "Existenzberechtigungsprüfung"
- Eine Aufnahme ist immer eine Momentaufnahme eines Prozesses der Auseinandersetzung mit einem Musikstück
- Eine Aufnahme ist eigentlich nie perfekt - also streben Sie gar nicht danach
- Vergleichen Sie sich beim Spiel nicht mit jemandem anderen oder Ihr Spiel mit einer anderen Aufnahme des Stücks
- Integrieren Sie mich als Synergie, welche innerlich mit Ihrem Musizieren mitgeht
Äußern Sie mir gegenüber ohne Hemmungen immer frei, was Sie beim Spiel bezüglich mit brauchen. Unserer freier, offener und entspannter Umgang miteinander wird befördern, das auch die Aufnahme frei und mutig musiziert klingen wird.
ENTSCHEIDUNGEN ZUR VERWENDUNG VON TAKES
Zu diesem Arbeitsschritt gibt es verschiedene Möglichkeiten des Vorgehens - quasi von bis: Bei der Entstehung der Aufnahmen mit Michael Nuber hat sich schnell als der praktikabelste Weg herausgestellt, dass der Pianist selbst die Rohfassung der Voraufnahmen und des Mitschnitts des Konzerts für sich alleine angehört hat und dann festgelegt hat, wo was von den Takes auf der fertigen CD zu hören sein soll. Die Vorgaben an mich hatten dann drei von Pragmatismus geprägten Dringlichkeiten:
1. Bitte diesen Take oder diese Stelle verwenden bzw. einfügen, ausbessern ...
2. Bitte - wenn möglich - diese Stelle verwenden bzw. einfügen, ausbessern ...
3. Es wäre schön, wenn es Dir gelingen würde folgendes hinzubekommen ...
Bei 1 drehte es sich um Vorgänge, die offensichtlich ohne Probleme für mich ausführbar erschienen (z.B. Schnitte nach einer Pause usw.)
Bei 2 drehte es sich meist um Ausbesserungen, deren Ausführbarkeit in der Abschätzung schwieriger erschienen, aber dem Pianisten als wichtig erschienen.
Bei 3 handelte es sich um ideale Wünsche des Pianisten, deren Umsetzbarkeit ihm aber unwahrscheinlich erschienen.
Diese Vorgehensweise hat sich bewährt, was aber an der speziellen Chemie zwischen uns beiden lag und daran, dass Michael Nuber einen sehr klaren und Pragmatischen Blick auf das vorliegende Rohmaterial hatte.
Die andere Seite der Fahnenstange an Möglichkeiten wäre, dass Sie als Musiker die Entscheidung über die Verwendung der Takes für die fertige CD mir als Produzenten überlassen. gehen Sie aber davon aus, dass es Entscheidungen zu Takes gibt, über deren Verwendung ich Sie zu Rate ziehen würde.
Die wahrscheinlichste Lösung liegt wohl in der Mitte. Ich persönlich fände die Idee eines persönlichen Austauschs in dem Prozess der Auswahl der Takes als sinnvoll. Aber das kommt auch auf unsere gemeinsame Chemie an.
POSTPRODUKTION
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CD-GESTALTUNG
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CD-PRODUKTION & VERTRIEB
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FINANZIELLE OPTIONEN
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Joachim Wagner (Produzent, Tontechnik, Gestaltung, Konzept)

