Gustav Holst - Anmerkungen zu Aufnahmen

Gustav Holst - Auswahl Werke & Aufnahmen Rezensionen

Die Rezeption der Werke Gustav Holsts ist - besonders durch die Jahrzehnte der Aktivitäten seiner Tochter Imogen als Redakteurin, Autorin, Arrangeurin und Dirigentin - zum Glück inzwischen recht weit fortgeschritten.

Es gibt von den bisher als Hauptwerken ausgemachten Kompositionen mehrere und manchmal sogar eine Fülle an Aufnahmen. Hier ist es sinnvoll, etwas zu den verschiedenen Aufnahmen rezipierend und manchmal auch vergleichend zu schreiben.

Bei den kleineren Werken (zumeist Chor oder Kammermusikwerke - von den Liedern ist leider vieles noch nicht auf Tonträger zu hören) gibt es weniger Aufnahmen und wenige sind in einer sinnvollen Ordnung aufgenommen. Einige Werke sind auch nur auf gemischten CDs zusammen mit anderen Komponisten erhältlich.


Somit gibt es hier bezüglich bekannter Werke Rezensionen und bezüglich unbekannter Stücke auch Gedanken zu den Werken selbst.


Diese Auflistungen beinhaltet ausschließlich Aufnahmen, welche zu meiner privaten CD-Sammlung zählen. Gustav Holst zählt seit 50 Jahren bei meiner "Entdeckungsreise durch die Musik" zu den Marksteinen, auf die ich immer wieder voll Begeisterung zurückkomme..


Es gibt für Sie als Hörer mit Neugierde und Entdeckungsfreude hier vier Ansätze sich inspirieren zu lassen:

  1. Die Rezeption von bzw. Gedanken zu hierzulande kaum bekannten  Werken
  2. Ein subjektive Auswahl an besonderen CDs - was die Werke oder / und die Interpretation betrifft
  3. Wichtige große Werke im interpretatorischen Vergleich verschiedener CD
  4. Ein paar CDs von JAW-Records, welche sonst nur als LP (LP-to-CD Transfer) oder gar nicht auf Tonträger verfügbar waren

Ausgewählte Werke & besondere CDs

Gustav Holst dirigiert Gustav Holst  (akustische Aufnahmen 1924) (JAW Records LP-to-CD Transfers)

Two Songs without Words für Kammerorchester op.22 H.88 (1906)

Beni Mora - Orientalische Suite für Orchester op.29 Nr.1 H.107 (1909/10)

St. Paul' s Suite für Streichorchester op.29 Nr..2 H.118 (1912/13)

G. Holst / London Symphony Orchestra (1924, Columbia)


Four Songs für Sopran / Tenor und Violine op.35 H.132 (1916/17)

Dora Labbette, Sopran / W.H. Reed, Violine (1924)


(JAW Records LP-to-CD Transfer)

Alle hier eingespielten Werke gibt es auch in einigen empfehlenswerten elektrischen monauralen, exzellenten stereophonen und digitalen Einspielungen. Der Reiz und die Einzigartigkeit dieser noch akustisch aufgenommenen Ersteinspielungen liegt im Erleben der dirigentischen Energie des Komponisten: Eine berstend vitale St. Pauls Suite und ein visionär brennendes Beni Mora - beide Werke sind in dieser Stimmigkeit und Vitalität nur noch in der Aufnahme von Sir Malcolm Sargent erreicht.


Zudem gibt es noch die Vier Lieder für Singstimme und Violine mit der großen Dora Labette und dem Geiger W.H. Reed. Die angeblich von Gustav Holst "überwachte" Aufnahme ist auf den kommerziellen CD-VÖs mit Aufnahmen unter Leitung des Komponisten nicht enthalten. Der JAW Records LP-to-CD Transfer der Pearl-LP nicht nicht bereinigt (und somit klanglich blass), aber auch nicht so unschön hart wie der Transfer der Pearl-CD und auch befreiter im Klang als die Überspielung der 3CD Box von Explore Media mit (fast) allen Aufnahmen, welche Gustav Holst selbst aufgenommen hat.  Weitere zwei kommerzielle Transfers sind qualitativ so minderwertig, dass sie nicht der Erwähnung wert sind.


Welsh Folk Songs, Chor & Klavierwerke (Wilkinson / BBC Northern Singers & Swallow) (JAW Rec LP-to-CD Transfers)

Welsh Folk Songs (complete 12)

3 English Folk Songs

Two-Part Canons

Coral Works

Wilkinson / BBC Northern Singers

Keith Swallow, Piano

(abbey) (1974) (2CD)

(JAW Records LP-to-CD Transfers)



G. HOLST: Welsh Folk Songs (complete 12), 3 English Folk Songs, Two-Part Canons & Coral Works

(Wilkinson / BBC Northern Singers & Keith Swallow, Piano)   (abbey) (1974) (2CD)


Eine mustergültige und vollständige Einspielung der 12 Welsh Folk Songs - sehr späte Meisterwerke an Tiefe und Schlichtheit. Bis dato die einzige Gesamtaufnahme! Auch die Aufnahmen der wichtigsten Klavierwerke mit Swallow sind erste Klasse. Mittlerweile gibt es bei den Klavierstücken ein paar Einspielungen zum Vergleichen und Swallow gehört zu den interessantesten Interpreten.

Ich habe meinen Transfer von einer sehr problematischen LP (weil deutlich gebraucht) erstellen müssen, was im Endergebnis nicht zu hören ist - nur zu dem Preis, das die Feinauflösung etwas leidet. Die CD-Ausgabe von ALTO ist nur zu zwei Drittel übernommen und zudem so schlecht im Mastering, dass sie nicht mal des Vergleichs Wert ist: Es wurde mit der Entfernung von Störungen oder Rauschen (auch ein LP-Transfer?) gleich die ganze Musik mit entfernt ... ;-)

Die Aufnahme von ABBEY ist leider ansonsten nie auf CD erschienen.

Ich habe zwei CDs erstellt: CD1 hält die Reihenfolge der LP (Chor und Klavier gemischt) ein, CD2 fasst die Chor-Werkgruppen zusammen und setzt alle sechs Klavierstücke an den Anfang.


The Perfect Fool (Vernon Handley)  (BBC 1995) (JAW Records Download-Transfers)

The Perfect Fool


Oper in 1 Akt  op.39  H.150  (1918-22)


Vernon Handley, Dir.

Opera North Chorus

BBC Philharmonic Orchestra  

(1995, BBC)


(JAW Records Download-Transfer)


The Perfect Fool - Oper in 1 Akt  op.39  H.150  (1918-22)


Die Oper The Perfect Fool ist eine eineinviertelstündige Oper, welcher nie ein so großer Erfolg wie z.B. dem vorausgegangenen kurzen Einakter Savitri beschieden war. Dass sich dieses reife, einfallsreiche, musikalisch Funken sprühende und glänzend instrumentierte Werk bis heute nicht auf den Spielplänen etabliert hat liegt wohl an der Handlung, welche äußerst vieldeutig (allegorisch mit Symbolismus) ist und sich dem Hörer nicht spontan erschließt. Es dreht sich um menschliches Verhalten und Gesellschaft (auch Kritik an der englischen Gesellschaft), Wahrnehmung, Wahrhaftigkeit und vor allem um die Musik selbst.


Die Musik transportiert deutlich den Inhalt der Oper, so auch z.B. bei den absichtlich eingeflochtenen stilistischen Hinweisen auf Verdi (Troubadour) und Wagner (Ring). Die sehr bekannte gut zehnminütige Ballettmusik durchzieht in Themen und Wendungen das Werk immer wieder, sodass man auch als Nichtkenner des Stoffs nicht das Interesse verliert. Zudem ist der musikalische und auch sprachliche Witz immens und somit ist die ganze Oper durchaus kurzweilig zu hören.


Außer der hier präsentierten BBC-Aufnahme gibt es die Lyrita-VÖ eines weiteren  Rundfunkmitschnitts der BBC (Ch. Groves / Golding, Bowden, Neville, Mitchinson, Read / BBC Northern Singers / BBC Northern Symphony Orchestra  - 1967, BBC Studio).


Meines Erachtens ist die hier vorliegende Aufführung mit Vernon Handley aber etwas vitaler und überzeugender, zudem in einer durchaus gelungenen Aufnahmetechnik auf dem aktuellen Stand.


(First) Choral Symphony  für Sopran, gemischten Chor und Orchester  op.41  H.155  (1923/24)

M. Sargent / H. Harper, Sopr. / BBC Chorus & Choral Society / BBC Symphony Orchestra  (live 1964) (inta´glio + SOMM)

A. Boult / F. Palmer, Sopr. / London Philharmonic Choir / London Philharmonic Orchestra  (1974) (EMI + Warner)

H.D. Wetton / L. Dawson, Sopr. / Guildford Choral Society / Royal Philharmonic  (1993) (Hyperion)

A. Davis / S. Gritton, Sopr. / BBC Symphony Orchestra  (2013) (Chandos)

Die Choral Symphony op.41 H155 ist eines der umfangreichsten, am größten besetzten und am meisten ambitionierten Werke des Komponisten, der nie Müde wurde, zu experimentieren und neue geistige Gefilde zu ergründen: Hinduistische Mythologie, Astrologie, christliche Mystik und hier die griechische Antike durch die Verse von John Keats. Und immer dreht es sich nicht um die Oberfläche, sondern das Wesenhafte.


Dennoch (oder gerade deshalb) ist die Choral Symphony von den ganz großen Werke das am wenigsten bekannte und auch sehr selten aufgeführt. Der "widerständigste" Satz ist das Finale und sogar der Text des Dirigenten Sir Andrew Davis (der das Werk bis dato als letzter eingespielt hat) zeigt, dass dieser diesen radikal auf den Text zugeschnittenen innovativsten Satz des ganzen Werks in seiner Einzigartigkeit, nämlich einer inneren Rede in Gedanken nicht verstanden hat.


Die sechs oben abgebildeten CDs zeigen auch tatsächlich alle vier Aufnahmen (Sargent und Boult in zwei Ausgaben), welche bisher je gemacht wurden. Richard Hickox Aufnahme beim Label Chandos kam nicht über den ersten Satz hinaus, da der Dirigent unerwartet und viel zu jung verstarb. Sir Andrew Davis hat dann die Einspielung übernommen und das von Hickox begonnene Projekt mit Aufnahmen Gustav Holsts weiter geführt.

Die Aufnahmen der Choral Symphony


Die Einspielungen der Choral Symphony sind alle echte Schätze, weil jegliche Einspielung eines solch selten zu hörenden wichtigen Werks den Hörer zu neuer Wahrnehmung anregt. dennoch möchte ich besonders die chronologisch ersten beiden Aufnahmen hervorheben: Sir Malcolm Sargent und Sir Adrian Boult. 


Sir Malcolm Sargents Aufführung ist ein klanglich recht gelungener monauraler Live-Mitschnitt. Jahrzehnte konnte man ihn nur in der Ausgabe des Labels inta´glio hören und diese CD ist nach wie vor schon wegen eines weiteren Mitschnitts, nämlich der Choral Fantasia mit Janet Baker und Sir Adrian Boult unverzichtbar - ein einmaliges Hörerlebnis. Seit 2025 gibt es auch ein klanglich akzeptables neues Mastering (dort ist weniger Grundrauschen hörbar - jedoch ein etwas engerem Klangbild, minimalen Artefakten und weniger atmender Lebendigkeit) des Labels SOMM zusammen mit einem hervorragend gelungenen neuen Mastering der Beni Mora Suite mit Sargent (original eine EMI Aufnahme), welche ebenso unverzichtbar ist wie die Boult Choral Fantasia: Zwei der aller eindrücklichsten Werke Holst in vollkommen befriedigenden Aufnahmen.


Sir Malcolm Sargent ist ein in Deutschland immer noch viel zu wenig bekannter Dirigent, welcher als britischer Dirigent nicht minder wichtig ist wie Beecham, Barbirolli oder Boult - um nur drei mit dem Anfangsbuchstaben B zu nennen ... ;-)

Sargent reizt alles an klanglich-rhythmischer Körperlichkeit und Vision aus, was in dem Stück steckt. So wird das 50-minütige Werk ein kraftvoll lebendiges Wesen mit unendlich viel Schattierungen der Stimmungen und Bewegungen - immer zum bersten gefüllt mit expressivem Ausdruckswillen. Sargent gelingt es wie in anderen seiner großen Chor-Orchester Aufführungen, alle Kräfte zu einer Einheit zu formen, was sind in der Entfaltung des Rhythmus ganz besonders eindrucksvoll zeigt. Die Einleitung Invocation to Pan ist die breiteste aller Aufnahmen und schafft von Anfang an eine gespannte romantisch geheimnisvolle Atmosphäre. Auffällig ist die Eleganz, mit welcher der 7/8tel Takt im Bacchanal fast unmerklich in der Unregelmäßigkeit tanzt und in Folly´s Song ist der Sog bis zum Satzende unbeschreiblich. Die Großteils meditative Ode on a Greecian Urn  atmet weihevolle Ruhe, das Scherzo behält bei aller Spritzigkeit und sehniger Rhythmik eine starke Konsistenz und Klarheit. Die größte Leistung ist für mich das Finale: Dieser in seiner Konsistenz und musikalischen und inhaltlichen Vielschichtigkeit so herausfordernde Satz gelingt(!) bei Sargent in einer umwerfenden Natürlichkeit und menschlich empathischer Wärme.

Denn in den Gedichten John Keats, welche Holst in der Choral Symphony verwendet hat, dreht es sich um die REFLEKTION des antiken Akadien aus der Empfindung des Dichters, nicht um eine Beschreibung oder das Sein dieser mythologischen Zeit. Somit spürt folgerichtig Gustav Holst in seinem Werk genau dieser emotionalen Welt des Dichters und des Lesern der Gedichte nach. Sargent setzt diesen rein emotional demütig staunenden und begeistert visionären Ansatz in der Interpretation konsequent fort - und dadurch entstehen viele der Probleme erst gar nicht, mit denen andere Interpreten besonders im Finale zu kämpfen haben.

Sargents Interpretation der Choral Symphony ist eine Präsenz des persönlichen emotionalen Nachspürens der Textinhalte kombiniert mit einer großen Klarheit der kompositorischen Form und aller Besonderheiten. Das BBC Symphony Orchestra und der BBC Chorus and Choral Society geben alles für die großartige und damals völlig unbekannte Musik. (Anmerkung: Sargent war von 1950 bis 1957 Chefdirigent des BBC Symphony Orchester und dort durchaus menschlich und musikalisch umstritten. Dazu ist mehr beim englischsprachigen wikipedia.org unter "Malcolm Sargent". 1964 war Sargent bei dem BBC S.O. Gastdirigent und es ist wie bei allen seinen BBC-Aufnahmen nichts von Verstimmungen bzw. fehlender Energie oder Engagement zu hören - ganz im Gegenteil, was auch durch die allgemeine Rezeption bestätigt wird). Die Sopranistin Heather Harper singt klar und expressiv und - vielleicht das Wichtigste - mit voller Überzeugung des Inhalts.

Für mich persönlich hält Sargents Mitschnitt den obersten Platz der Choral Symphony auf dem (um inhaltlich beim Werk zu bleiben) den Arkadiern heiligen Berg Lykaion - möglicherweise, ja wahrscheinlich für alle Zeiten . . .


Sir Adrian Boult geht einen ganz anderen Weg: Hier spüre ich die enge Verbindung zum Wort und der geistigen Welt in einer Art von bewusster Distanz, welche zusätzlich die Modernität des Werks hervorhebt es manchmal in die Nähe von Strawinsky rückt. Das einleitende anfangs im pianissimo gehaltene Prelude brodelt nicht bedrohlich wie bei Sargent, sondern das monotone Flüstern der fast mehr gesprochenen als gesungenen Stimmen hat etwas fremd Emotionsloses. Das Bacchanal wirkt nicht so kraftvoll tänzerisch wie in dem Sargent Mitschnitt. In der Abgeklärtheit ist aber die Eigentümlichkeit und ausgearbeitete Raffinesse -  auch dank einer sehr durchsichtigen stereophonen Aufnahmetechnik - auffällig. Der Beginn des zweiten Satz Ode on a Greecian Urn klingt bei Boult völlig bewegungslos mit völlig aufgehobenen oder eingefrorenem Zeitempfinden. Das London Philharmonic Orchestra ist in allen farbigen Feinheiten zu hören - was besonders den instrumentalen Soli einen besonderen Glanz verleiht. Felicity Palmer singt sehr "kunstvoll", was einen ganz eigenen Reiz hat und gut zu Boults Gesamtanlage passt. Des neue Remastering der großen Warner Stereo Gesamtausgabe von Sir Adrian Boults EMI Aufnahmen lässt die Studioaufnahme schlüssiger, besser in der Intonation und Orchesterbalance und logischer im Rhythmischen erklingen als bei den vorherigen CD-Ausgaben. Es wurde auch im Raumklang auch nichts verändert, was eine ganz natürlichen Höreindruck ergibt. Die Aussteuerung muss bei der Wiedergabe der neuen Ausgabe recht hoch angesetzt werden, was aber keinen unangenehmen Nebeneffekt hat.

Alles in allem trotz kleiner Spannungslöcher (die es bei Sargent gar nicht gibt) hat Boult durch den Willen, alles aus sich selbst sprechen zu lassen, eine faszinierende und leuchtende und sehr gut klingende Stereo-Einspielung der Choral Symphony hinterlassen.


Hilary Davan Wetton hat ein paar Holst CDs beim Label Hyperion produziert. Natürlich war diese erste neuere digitale Aufnahme der Choral Symphony begrüßenswert - und dennoch muss man der Einspielung ein paar Mängel attestieren. Verglichen mit der Boult Aufnahme hat das Royal Philharmonic von 1993 nicht die Qualität des London Philharmonic Orchestra von 1974. Dieser Eindruck mag auch an der etwas "hölzernen" Aufnahmetechnik (es klingt nach einem kleinem Ensemble in trockenem Raum) liegen oder der Orchesterführung durch Davan Wetton. Es mag sich kein Zauber einstellen (Einleitung, Ode oder die magischen Stellen des Finales) und auch im Bacchus-Teil des ersten Satzes und im dritten Satz kein rhythmischer zündender Schwung oder gar Exstatisches.

Ich empfinde die Aufnahme sowohl im Dirigat als auch der Aufführung als "brav", was dem Wesen der Choral Symphony so gar nicht entspricht und leider das Narrativ der Schwächen des Werks (Finale) eher bestätigt. Als "Einstieg" nicht empfehlenswert.


Sir Andrew Davis hat das "Projekt Holst Aufnahmen" beim Label Chandos nach Richard Hickox Tod übernommen und fortgeführt. Der 2024 mit 80 Jahren ebenfalls verstorbene Dirigent haucht dem Werk Flexibilität und Leben ein und Orchester, Chor und Solisten (Sopran,  Viola und Bläser) erscheinen kraftvoller, farbiger, homogener und besser balanciert im Klang (was auch durchaus an der Aufnahmetechnik liegen mag) als bei Wetton. Davis Interpretation ist weniger auffällig in der persönlichen Ausrichtung und ohne den konstanten Sog bei Sargent oder die eiserne kristallklare Struktur bei Boult, aber durchaus dem Werk angemessen und gelungen. Wie bei allen Aufnahmen (außer Sargent!) geht auch Andrew Davis im Finale manchmal etwas der Dampf im Spannen des Bogens aus, was weniger mit der Physis als der der inhaltlichen Durchdringung und somit dem Gestaltungswillen zu tun haben mag. Die solistische Sopranistin Susan Gritton meistert ihren Part makellos, kommt aber bezüglich Klangschönheit und Überzeugungskraft weder Felicity Palmer noch Heather Harper gleich.

Die Aufnahmetechnik ist sehr gut, wenn auch meinem Geschmack nach etwas pauschal - was mit der kühlen Atmosphäre des leeren Konzertsaals zu tun hat. Eine Wärme in der Interpretation mag sich so nicht recht einstellen. Zudem gibt es das bei heutigen Aufnahmen (z.B. Chandos, BIS, Hyperion) häufig auftretende Problem, dass der Hörer manchmal den Laufstärkeregler hoch und runter fahren muss (z.B. tiefe Frequenzen der Orgel <Nr.19 nach 1:10 Min, Nr.20 ab 1:10 Min> und Basstrommel), um die riesige Dynamik im Wohnzimmer in allen Feinheiten abgebildet zu bekommen. Was nützt die feinste Aufnahmetechnik mit einer schier unbegrenzten Dynamik, wenn diese nicht in den eigenen vier Wänden dargestellt werden kann?

Insgesamt ist die Aufnahme mit Andrew Davis trotz dieser Einschränkungen eine andere Hausnummer als die Vorgängeraufnahme mit Hilary Davan Wetton und momentan in der Wahl an digitalen Aufnahmen klar die Nummer Eins.

Die Gedichte von John Keats


Hier die Gedichte von John Keats (1795-1821), welche Gustav Holst in der Choral Symphony verwendet hat. Der englische Text ist in den CD-Ausgaben abgedruckt, aber es gibt meines Wissens keine Deutsche Übersetzung. Deshalb hier (und als PDF-Datei auf drei Seiten zum Ausdrucken) eine ganz banal-prosaische und unverfeinerte Google-Übersetzung. Ich dachte daran, dieser Übersetzung einen eleganteren Schliff zu geben - kam aber von dem mühevollen Unterfangen wieder ab. Denn das Extravagante von Keats Sprache (z.B. das Geheimnisvolle in der Einleitung, das Abstruse des Bacchanals, das Weihevolle des zweiten Satzes, den Witz des Scherzos und das Spirituelle des Finales erforderte im deutschen eine völlig neue sprachliche Fassung - quasi eine Neudichtung.


Somit genießen Sie das englische Original und nutzen Sie die Übersetzung nur um dem Inhalt des "Kunst-Englischen" besser folgen zu können. Bei IMSLP ist übrigens auch die Studien-Partitur der Komposition kostenlos herunterzuladen: Das ist nicht nur für Musiker lohnend, sondern für engagierte Hörer ohne dezidierte Kenntnisse im Partiturlesen. Es gibt so viel "Ohrenfälliges" wie die ungeraden Taktarten, besondere Harmonien oder Besonderheiten der Orchesterfarben, welche den Blick in die Partitur lohnen.

(First) Choral Symphony  für Sopran, gemischten Chor und Orchester  op.41  H.155  (1923/24)


< 1. Prelude: Invocation to Pan I. Song and Bacchanal - 2. II. Ode to a Greecian Urn - 3. III. Scherzo (Fancy - -Folly´s Song) - 4. IV. Finale >

First movement:


[PRELUDE: INVOCATION TO PAN ]


CHORUS:


O Thou, whose mighty palace roof doth hang

From jagged trunks, and overshadoweth

Eternal whispers, glooms, the birth, life, death

Of unseen flowers in heavy peacefulness;

Who lov'st to see the hamadryads dress

Their ruffled locks where meeting hazels darken;

And through whole solemn hours dost sit, and hearken

The dreary melody of bedded reeds -

In desolate places, where dank moisture breeds

The pipy hemlock to strange overgrowth;

Bethinking thee, how melancholy loth

Thou wast to lose fair Syrinx - do thou now,

By thy love's milky brow!

By all the trembling mazes that she ran,

Hear us, great Pan!


Be still the unimaginable lodge

For solitary thinkings; such as dodge

Conception to the very bourne of heaven,

Then leave the naked brain, be still the leaven:

That, spreading in this dull and clodded earth,

Gives it a touch ethereal - a new birth:

Be still a symbol of immensity;

A firmament reflected in a sea;

An element filling the space between;

An unknown - but no more: we humbly screen

With uplift hands our foreheads, lowly bending,

And giving out a shout most heaven-rending,

Conjure thee to receive our humble Paean,

Upon thy Mount Lycean!


 [ SONG AND BACCHANAL ]


Beneath my palm trees, by the river side,

I sat a-weeping: in the whole world wide

There was no one to ask me why I wept, -

And so I kept

Brimming the water-lily cups with tears

Cold as my fears.


Beneath my palm trees, by the river side,

I saw a-weeping: what enamoured bride,

Cheated by shadowy wooer from the clouds,

But hides and shrouds

Beneath dark palm trees by a river side?


And as I sat, over the light blue hills

There came a noise of revellers: the rills

Into the wide stream came of purple hue -

'Twas Bacchus and his crew!

The earnest trumpet spake, and silver thrills

From kissing cymbals made a merry din -

'Twas Bacchus and his kin!


Like to a moving vintage down they came,

Crown'd with green leaves, and faces all on flame;

All madly dancing through the pleasant valley

To scare thee. Melancholy!

O then, O then, thou wast a simple name!

And I forgot thee, as the berried holly

By shepherds is forgotten, when, in June,

Tall chestnuts keep away the sun and moon:

I rushed into the folly!


CHORUS:


"Whence came ye, merry Damsels, whence came ye?

So many, and so many, and such glee?

Why have ye left your bowers desolate,

Your lutes, and gentler fate?"


"We follow Bacchus! Bacchus on the wing,

A-conquering!

Bacchus, young Bacchus! good or ill betide,

We dance before him thorough kingdoms wide:

Come hither, lady fair, and joined be

To our wild minstrelsy!"


SOLO:


Within his car, aloft, young Bacchus stood,

Trifling his ivy-dart, in dancing mood,

With sidelong laughing;

And little rills of crimson wine imbrued

His plump white arms, and shoulders, enough white

For Venus' pearly bite:

And near him rode Silenus on his ass

Pelted with flowers as he on did pass

Tipsily quaffing.


CHORUS:


"Whence came ye, jolly Satyrs, whence came ye?

So many, and so many, and such glee?

Why have ye left your forest haunts why left

Your nuts in oak-tree cleft?"

"For wine, for wine we left our kernel tree;

For wine we left our heath, and yellow brooms,

And cold mushrooms;

For wine we follow Bacchus through the earth;

Great God of breathless cups and chirping mirth!

I Come hither, lady fair, and joined be

To our mad minstrelsy!"


SOLO:


Onward the tiger and the leopard pants,

With Asian elephants:

Onward these myriads - with song and dance,

With zebras striped, and sleek Arabians' prance,

Web-footed alligators, crocodiles,

Bearing upon their scaly backs, in files,

Plump infant laughers mimicking the coil

Of seamen, and stout galley-rowers' toil:

With toying oars and silken sails they glide,

Nor care for wind and tide.


CHORUS:


Bacchus, young Bacchus! good or ill betide,

We dance before him thorough kingdoms wide;

For wine we follow Bacchus through the earth;

Great God of breathless cups and chirping mirth!

We follow Bacchus! Bacchus on the wing,

A-conquering!

1. Satz:


[PRELUDE: ANRUFUNG AN PAN]


CHOR:


O Du, dessen mächtiges Palastdach hängt

An zackigen Stämmen und überschattet

Ewiges Flüstern, Düsternis, Geburt, Leben, Tod

Ungesehener Blumen in schwerer Friedlichkeit;

Der Du es liebst, die Hamadryaden zu sehen, wie sie sich schmücken

Ihr zerzaustes Haar, wo sich Haselnüsse verdunkeln;

Und durch ganze feierliche Stunden sitzt und lauschst

Der trüben Melodie begrabener Schilfrohre -

An verlassenen Orten, wo feuchte Feuchtigkeit

Den Schierling zu seltsamem Wuchern treibt;

Und der Du erinnerst, wie schwer es dir fiel,

die schöne Syrinx zu verlieren - nun,

Bei der milchigen Stirn deiner Geliebten!

Bei all den zitternden Irrgärten, die sie durchlief,

Höre uns, großer Pan!


Sei still, du unvorstellbare Herberge

für einsame Gedanken, wie etwa die Ausweichung

der Empfängnis bis zum himmlischen Ursprung,

dann verlasse das nackte Gehirn, sei still, der Sauerteig:

Der sich ausbreitet auf dieser trüben, klumpigen Erde,

verleiht ihr einen Hauch von Ätherischem – eine neue Geburt:

Sei still, ein Symbol der Unermesslichkeit;

ein Firmament, gespiegelt im Meer;

ein Element, das den Raum dazwischen erfüllt;

ein Unbekanntes – doch nicht mehr: demütig verhüllen wir

mit erhobenen Händen unsere Stirnen, tief geneigt,

und stoßen einen himmelserschütternden Ruf aus,

beschwöre dich, unseren demütigen Lobgesang anzunehmen,

auf deinem Berg Lykeia!


[ LIED UND BACCHANAL ]


Unter meinen Palmen, am Flussufer,

saß ich weinend: auf der ganzen Welt

fragte mich niemand, warum ich weinte,


und so füllte ich die Seerosenkelche mit Tränen,

kalt wie meine Ängste.


Unter meinen Palmen, am Flussufer,

sah ich weinen: welche verliebte Braut,

betrogen von einem geheimnisvollen Freier aus den Wolken,

die sich jedoch verbirgt und hüllt,

unter dunklen Palmen am Flussufer?


Und während ich saß, über den hellblauen Hügeln,

drang das Geräusch von Feiernden herüber: die Bäche

mündeten purpurn in den breiten Strom –

es war Bacchus und seine Gefolgschaft!

Die Trompete ertönte, und silberne Schimmer

von küssenden Zimbeln erzeugten ein fröhliches Getöse –

es war Bacchus und sein Geschlecht!


Wie ein fahrender Weinkeller kamen sie herab,

gekrönt mit grünen Blättern und Gesichtern voller Flammen;

wild tanzend durch das liebliche Tal,

um dich zu erschrecken. Melancholie!

O damals, o damals, warst du ein einfacher Name!

Und ich vergaß dich, wie die beerenreiche Stechpalme,

die Hirten vergessen, wenn im Juni,

hohe Kastanien Sonne und Mond fernhalten:

Ich stürzte mich in die Torheit!


CHOR:


„Woher kamt ihr, ihr fröhlichen Mädchen, woher kamt ihr?

So viele, so viele, und so viel Freude?

Warum habt ihr eure verlassenen Lauben zurückgelassen,

eure Lauten und euer sanfteres Schicksal?“


„Wir folgen Bacchus! Bacchus im Flug,

siegreich!

Bacchus, junger Bacchus! Ob Gutes oder Schlechtes geschieht,

wir tanzen vor ihm durch weite Königreiche:

Komm her, schöne Dame, und schließ dich an

unserem wilden Gesang!“


SOLO:


In seinem Wagen, hoch oben, stand der junge Bacchus,

spielte mit seinem Efeupfeil, in Tanzlaune,

mit verschmitztem Lachen;

und kleine Rinnsale purpurnen Weins färbten

seine prallen weißen Arme und Schultern, weiß genug

für Venus' perlenden Biss:

Und nahe bei ihm ritt Silenus auf seinem Esel,

mit Blumen beworfen, während er vorbeizog,

beschwipst trinkend.


CHOR:


„Woher kommt ihr, ihr fröhlichen Satyrn, woher kommt ihr?

So viele, so viele, und so viel Fröhlichkeit?

Warum habt ihr eure Waldrefugien verlassen, warum habt ihr eure Nüsse in den Eichenspalten zurückgelassen?“

„Für den Wein, für den Wein verließen wir unseren Kernbaum;

für den Wein verließen wir unsere Heide und gelben Ginster,

und kalte Pilze;

für den Wein folgen wir Bacchus durch die Erde;

großer Gott der atemlosen Becher und des zwitschernden Gelächters!

Ich komme her, schöne Dame, und schließe mich an

unserem verrückten Minnesängergeschrei!“


SOLO:


Vorwärts, Tiger und Leopard,

Mit asiatischen Elefanten:

Vorwärts, diese Myriaden – mit Gesang und Tanz,

Mit gestreiften Zebras und eleganten Arabern,

Mit Schwimmhäuten, Krokodilen,

Auf ihren schuppigen Rücken in Reihen,

Pummelige Kinderlacher, die das Rudern nachahmen

Von Seeleuten und kräftigen Galeerenruderern:

Mit spielerischen Rudern und seidenen Segeln gleiten sie dahin,

Ohne sich um Wind und Gezeiten zu kümmern.


CHOR:


Bacchus, junger Bacchus! Ob Gutes oder Schlechtes geschieht,

Wir tanzen vor ihm durch weite Königreiche;

Dem Wein folgen wir Bacchus durch die Erde;

Großer Gott der atemlosen Becher und des zwitschernden Gelächters!

Wir folgen Bacchus! Bacchus im Flug,

Erobernd!

Second Movement:


[ ODE ON A GRECIAN URN ]


CHORUS:


Thou still unravish'd bride of quietness,

Thou foster-child of silence and slow time,

Sylvan historian, who canst thus express

A flowery tale more sweetly than our rhyme;

What leaf-fring'd legend haunts about thy shape

Of deities or mortals, or of both,

In Tempe or the dales of Arcady?

What men or gods are these? What maidens loth?

What mad pursuit? What struggle to escape?

What pipes and timbrels? What wild ecstasy?


Heard melodies are sweet, but those unheard

Are sweeter; therefore, ye soft pipes, play on;

Not to the sensual ear, but, more endear'd,

Pipe to the spirit ditties of no tone:

Fair youth, beneath the trees, thou canst not leave

Thy song, nor ever can those trees be bare;

Bold Lover, never, never canst thou kiss,

Though winning near the goal - yet, do not grieve;

She cannot fade, though thou hast not thy bliss

For ever wilt thou love, and she be fair!


Ah, happy, happy boughs! that cannot shed

Your leaves, nor ever bid the Spring adieu;

And, happy melodist, unwearied,

For ever piping songs for ever new;

More happy love! more happy, happy love!

For ever warm and still to be enjoy'd,

For ever panting, and for ever young;

All breathing human passion far above,

That leaves a heart high-sorrowful and cloy'd,

A burning forehead, and a parching tongue.


Who are these coming to the sacrifice?

To what green altar. O mysterious priest,

Lead'st thou that heifer lowing at the skies,

And all her silken flanks with garlands drest?

What little town by river or sea shore,

Or mountain-built with peaceful citadel,

Is emptied of this folk, this pious morn?

And, little town. thy streets for evermore

Will silent be; and not a soul to tell

Why thou art desolate, can e'er return.


O Attic shape! Fair attitude! with brede

Of marble men and maidens overwrought,

With forest branches and the trodden weed;

Thou, silent form, dost tease us out of thought

As doth eternity: Cold Pastoral!

When old age shall this generation waste,

Thou shalt remain, in midst of other woe

Than ours, a friend to man, to whom thou say'st,

'Beauty is truth, truth beauty,'


SOLO:


that is all Ye know on earth,

and all ye need to know.

2. Satz:


[ODE AN EINE GRIECHISCHE URN]


CHOR:


Du noch unberührte Braut der Stille,

Du Pflegekind der Stille und der langsamen Zeit,

Waldgeschichtenerzählerin, die du so erzählen kannst

Eine blumige Geschichte süßer als unser Reim;

Welche blattumkränzte Legende umgibt deine Gestalt

Von Göttern oder Sterblichen oder von beiden,

In Tempe oder den Tälern Arkadiens?

Welche Männer oder Götter sind dies? Welche unwilligen Jungfrauen?

Welche rasende Verfolgung? Welcher Kampf um die Flucht?

Welche Flöten und Tamburine? Welche wilde Ekstase?


Gehörte Melodien sind süß, doch ungehörte

Sind süßer; darum, ihr sanften Flöten, spielt weiter;

Nicht dem sinnlichen Ohr, sondern, viel lieber,

Spielt dem Geist Lieder ohne Ton:

Schöner Jüngling, unter den Bäumen kannst du nicht

Dein Lied verlassen, noch können diese Bäume jemals kahl sein;

Kühner Liebhaber, niemals kannst du küssen,

Obwohl du dem Ziel nahe bist – doch trauere nicht;

Sie kann nicht verblassen, obwohl du dein Glück nicht hast,

Für immer wirst du lieben, und sie wird schön sein!


Ach, glückliche, glückliche Zweige! die ihr nicht abwerfen könnt

Noch dem Frühling Lebewohl sagen könnt;

Und glücklicher Melodiker, unermüdlich,

Für immer neue Lieder pfeifend;

Noch glücklichere Liebe! Noch glücklichere, glücklichere Liebe!

Für immer warm und immer noch zu genießen,

Für immer sehnend und für immer jung;

Aller atmenden menschlichen Leidenschaft weit übertroffen,

Die ein Herz voller Kummer und Überdruss zurücklässt,

Eine brennende Stirn und eine verklemmte Zunge.


Wer kommen zum Opfer?

Zu welchem ​​grünen Altar? O geheimnisvoller Priester,

Führst du jene Kuh, die zum Himmel muht,

Und all ihre seidenen Flanken mit Girlanden geschmückt? Welches Städtchen am Fluss oder am Meer,

oder in den Bergen mit friedlicher Zitadelle,

ist an diesem frommen Morgen von seinen Bewohnern entvölkert?

Und, kleines Städtchen, deine Straßen werden für immer

still sein; und keine Seele wird je zurückkehren, um zu erzählen,

warum du verlassen bist.


O attische Gestalt! Schöne Haltung! Mit Brot

von Marmormännern und -mädchen, überladen mit Waldzweigen und zertretenem Unkraut;

Du, stille Gestalt, reizt uns aus dem Denken,

wie die Ewigkeit: Kalte Idylle!

Wenn das Alter diese Generation verzehrt,

wirst du inmitten anderen Leids

als unseres, ein Freund des Menschen bleiben, zu dem du sagst:

„Schönheit ist Wahrheit, Wahrheit Schönheit“,


SOLO:


das ist alles, was ihr auf Erden wisst,

und alles, was ihr wissen müsst.

Third Movement:


[ SCHERZO ]


Fancy Chorus:


Ever let the Fancy roam,

Pleasure never is at home:

At a touch sweet Pleasure melteth,

Like to bubbles when rain pelteth;

Then let wingèd Fancy wander

Through the thought still spread beyond her:

Open wide the mind's cage-door,

She'll dart forth, and cloudward soar.

O sweet Fancy! let her loose;

Summer's joys are spoilt by use

And the enjoying of the Spring

Fades as does its blossoming;

Autumns red-lipped fruitage too,

Blushing through the mist and dew,

Cloys with tasting: What do then?

Sit thee by the ingle, when

The sear faggot blazes bright,

Spirit of a winter's night;

When the soundless earth is muffled,

And the cakèd snow is shuffled

From the ploughboy's heavy shoon;

When the Night doth meet the Noon

In a dark conspiracy

To banish Even from her sky.

Sit thee there, and send abroad,

With a mind self-overaw'd,

Fancy, high-commission'd: - send her!

She has vassals to attend her:

She will bring. in spite of frost,

Beauties that the earth hath lost;

She will bring thee, all together,

All delights of summer weather;

All the buds and bells of May,

From dewy sward or thorny spray;

All the heaped Autumn's wealth,

With a still, mysterious stealth:

She will mix these pleasures up

Like three fit wines in a cup,

And thou shalt quaff it: - thou shalt hear

Distant harvest-carols clear;

Rustle of the reapèd corn;

Sweet birds antheming the morn:

And in the same moment - hark!

'Tis the early April lark,

Or the rooks, with busy caw,

Foraging for sticks and straw:

Thou shalt, at one glance, behold

The daisy and the marigold;

White-plumed lilies, and the first

Hedge-grown primrose that hath burst;

Shaded hyacinth alway

Sapphire queen of the mid-May;

And every leaf, and every flower

Pearlèd with the self-same shower.

Thou shalt see the field-mouse peep

Meagre from its cellèd sleep;

And the snake all winter-thin

Cast on sunny bank its skin;

Freckled nest-eggs thou shalt see

Hatching in the hawthorn-tree,

When the hen-bird's wing doth rest

Quiet on her mossy nest;

Then the hurry and alarm

When the bee-hive casts its swarm;

Acorns ripe down-pattering,

While the autumn breezes sing.


Oh, sweet Fancy! let her loose;

Everything is spoilt by use:

Where's the cheek that doth not fade,

Too much gazed at? Where's the maid

Whose lip mature is ever new?

Where's the eye. however blue,

Doth not weary? Where's the face

One would meet in every place?

Where's the voice, however soft,

One would hear so very oft?


Ever let the Fancy roam,

Pleasure never is at home:

At a touch sweet Pleasure melteth,

Like to bubbles when rain pelteth;

Then let wingèd Fancy wander

Through the thought still spread beyond her:

Open wide the mind's cage-door,

She'll dart forth, and cloudward soar.


 [ FOLLY'S SONG ]


When wedding fiddles are a-playing,

Huzza for folly O!

And when maidens go a-Maying,

Huzza for folly O!

When a milk-pail is upset,

Huzza for folly O!

And the clothes left in the wet,

Huzza for folly O!

When the barrel's set a-broach,

Huzza for folly O!

When Kate Eyebrow keeps a coach,

Huzza for folly O!

When the pig is over-roasted,

And the cheese is over-toasted,

When Sir Snap is with his lawyer,

And Miss Chip has kiss'd the sawyer,

Huzza for folly O!

3. Satz:


[ SCHERZO ]


Fantasie-Chor:


Lass die Fantasie schweifen,

das Vergnügen ist nie zu Hause:

Bei der kleinsten Berührung schmilzt süßes Vergnügen,

wie Seifenblasen im Regen;

dann lass die geflügelte Fantasie wandern

durch die Gedanken, die noch weit über sie hinausreichen:

Öffne weit die Käfigtür des Geistes,

sie wird hervorschießen und zu den Wolken aufsteigen.

O süße Fantasie! Lass sie frei;

die Freuden des Sommers sind durch den Gebrauch verdorben,

und der Genuss des Frühlings

verblasst wie seine Blüte;

auch die rotlippigen Früchte des Herbstes,

die durch Nebel und Tau erröten,

werden vom Kosten übersättigt: Was dann?

Setz dich zum Engländer, wenn

das sengende Reisig hell lodert,

der Geist einer Winternacht;

wenn die lautlose Erde gedämpft ist,

und der verkrustete Schnee geschoben wird

vom schweren Schuh des Pflügers;

Wenn die Nacht dem Mittag begegnet

In finsterer Verschwörung

Um den Abend vom Himmel zu verbannen.

Setz dich hin und sende aus,

Mit selbstbesessenem Geist,

Eingebildet, hochberufen: - sende sie!

Sie hat Diener, die ihr dienen:

Sie wird bringen, trotz Frost,

Schönheiten, die die Erde verloren hat;

Sie wird euch alle zusammen bringen,

Alle Freuden des Sommerwetters;

Alle Knospen und Glocken des Mai,

Vom taufrischen Rasen oder dornigen Zweig;

All den Reichtum des Herbstes,

Mit stiller, geheimnisvoller Heimlichkeit:

Sie wird diese Freuden vermischen

Wie drei edle Weine in einem Becher,

Und du sollst ihn trinken: - du sollst hören

Ferne Erntelieder klar;

Das Rascheln des geernteten Korns;

Süße Vögel, die den Morgen besingen:

Und im selben Augenblick - horch!

Es ist die frühe Aprillerche,

oder die Rabenkrähen,

die nach Zweigen und Stroh suchen:

Du wirst auf einen Blick sehen

Gänseblümchen und Ringelblumen;

weißgefiederte Lilien und die erste

Heckenprimel, die aufgeblüht ist;

die schattige Hyazinthe, immer

Saphirkönigin Mitte Mai;

und jedes Blatt und jede Blüte

perlenbesetzt mit demselben Regen.

Du wirst sehen, wie die Feldmaus

mager aus ihrem Käfigschlaf lugt;

und die Schlange den ganzen Winter lang dünn

ihre Haut am sonnigen Ufer abwirft;

gefleckte Nesteier wirst du sehen

die im Weißdorn schlüpfen,

wenn der Flügel des Hühnervogels

still auf ihrem moosigen Nest ruht;

dann die Eile und der Schrecken

wenn der Bienenstock seinen Schwarm ausstößt;

Reife Eicheln fallen vom Himmel,

während die Herbstbrise singt.


Oh, süße Fantasie! Lass sie frei;

Alles ist durch den Gebrauch verdorben:

Wo ist die Wange, die nicht verblasst,

zu oft betrachtet? Wo ist das Mädchen,

dessen Lippen immer frisch sind?

Wo ist das Auge, wie blau es auch sein mag,

das nicht müde wird? Wo ist das Gesicht,

dem man überall begegnen möchte?

Wo ist die Stimme, wie sanft sie auch sein mag,

die man so oft hören möchte?


Lass die Fantasie immer frei umherstreifen,

denn das Vergnügen ist nie zu Hause:

Bei einer Berührung schmilzt das süße Vergnügen,

wie Seifenblasen im Regen;

dann lass die geflügelte Fantasie wandern

durch die Gedanken, die noch weit über sie hinausreichen:

Öffne weit die Käfigtür des Geistes,

sie wird hervorschießen und zu den Wolken aufsteigen.


[LIED DER TORHEIT]


Wenn Hochzeitsgeigen erklingen,

Hoch lebe die Torheit!

Und wenn Mädchen im Mai tanzen,

Hoch lebe die Torheit!

Wenn ein Milcheimer umkippt,

Hoch lebe die Torheit!

Und die Wäsche im Regen liegt,

Hoch lebe die Torheit!

Wenn das Fass zerbricht,

Hoch lebe die Torheit!

Wenn Kate Eyebrow eine Kutsche fährt,

Hoch lebe die Torheit!

Wenn das Schwein zu lange gebraten ist,

Und der Käse zu lange geröstet ist,

Wenn Sir Snap bei seinem Anwalt ist,

Und Miss Chip den Sägewerker geküsst hat,

Hoch lebe die Torheit!

Forth Movement:


[ FINALE ]


SOLO:


Spirit here that reignest!

Spirit here that painest!

Spirit here that burnest!

Spirit here that mournest!

Spirit, I bow

My forehead low,

Enshaded with thy pinions.

Spirit, I look,

All passion-struck,

Into thy pale dominions.


CHORUS:


God of the golden bow,

And of the golden lyre,

And of the golden hair,

And of the golden fire!


In thy western halls of gold

When thou sittest in thy state,

Bards, that erst sublimely told

Heroic deeds, and sang of fate,

With fervour seize their adamantine lyres,

Whose chords are solid rays and twinkle radiant fires.


Here Homer with his nervous arms

Strikes the twanging harp of war,

And even the western splendour warms

While the trumpets sound afar.


SOLO:


Then, though thy Temple wide, melodious swells

The sweet majestic tone of Maro's lyre:

The soul delighted on each accent dwells -

Enraptured dwells - not daring to respire,

The while he tells of grief around a funeral pyre.


CHORUS:


'Tis awful silence then again;

Expectant stand the spheres;

Breathless the laurell'd peers.

Nor move, till ends the lofty strain,

Nor move till Milton's tuneful thunders cease,

And leave once more the ravish'd heavens in peace.


Thou biddest Shakespeare wave his hand,

And quickly forward spring

The Passions - a terrific band -

And each vibrates the string

That with its tyrant temper best accords,

While from their Master's lips pour forth the inspiring words.


A silver trumpet Spenser blows,

And, as its martial notes to silence flee,

From a virgin chorus flows

A hymn in praise of spotless Chastity.

'Tis still! Wild warblings from the Aeolian lyre

Enchantment softly breathe, and tremblingly expire.


SOLO:


Next thy Tasso's ardent numbers

Float along the pleasèd air,

Calling youth from idle slumbers,

Rousing them from Pleasure's lair:

Then o'er the strings his fingers gently move,

And melt the soul to pity and to love.


CHORUS:


But when Thou joinest with the Nine,

And all the powers of song combine,

We listen here on earth:

The dying tones that fill the air,

And charm the ear of evening fair,

From thee, great God of Bards, receive their heavenly birth.


Bards of Passion and of Mirth,

Ye have left your souls on earth!

Have ye souls in heaven too,

Double-lived in regions new?

Yes, and those of heav'n commune

With the spheres of sun and moon;

With the noise of fountains wondrous,

And the parle of voices thund'rous;

With the whisper of heav'n's trees

And one another, is soft ease

Seated on Elysian lawns

Browsed by none but Dian's fawns;

Underneath large blue-bells tented,

Where the daisies are rose-scented,

And the rose herself has got

Perfume which on earth is not;

Where the nightingale doth sing

Not a senseless, trancèd thing,

But divine melodious truth;

Philosophic numbers smooth;

Tales and golden histories

Of heaven and its mysteries.


Thus ye live on high, and then

On the earth ye live again;

And the souls ye left behind you

Teach us, here, the way to find you,

Where your other souls are joying,

Never slumbered. never cloying.

Here, your earth-born souls still speak

To mortals, of their little week;

Of their sorrows and delights;

Of their passions and their spites;

Of their glory and their shame;

What doth strengthen and what maim

Thus ye teach us, every day,

Wisdom, though fled far away.


SOLO:


Spirit here that reignest!

Spirit here that painest!

Spirit here that burnest!

Spirit here that mournest!

Spirit, I bow

My forehead low,

Enshaded with thy pinions.

Spirit, I look.

All passion-struck,

Into thy pale dominions.


CHORUS:


Bards of Passion and of Mirth,

Ye have left your souls on earth! 

Ye have souls in heaven too,

Double-lived in regions new! 

4. Satz:


[FINALE]


SOLO:


Geist, der hier herrscht!

Geist, der hier schmerzt!

Geist, der hier brennt!

Geist, der hier trauert!

Geist, ich beuge mich

Meine Stirn gesenkt,

Umhüllt von deinen Schwingen.

Geist, die Blicke,

Ganz von Leidenschaft ergriffen,

In deine bleichen Reiche.


CHOR:


Gott des goldenen Bogens,

Und der goldenen Leier,

Und des goldenen Haares,

Und des goldenen Feuers!


In deinen westlichen Hallen aus Gold,

Wenn du in deinem Reich thronst,

Barden, die einst erhaben erzählten,

Heldentaten und Schicksalsblut,

Ergreifen mit Inbrunst ihre diamantenen Leiern,

Deren Saiten feste Strahlen sind und leuchtende Feuer funkeln.


Hier schlägt Homer mit seinen nervösen Armen

die schmetternde Harfe des Krieges an,

und selbst der westliche Glanz erwärmt sich,

während die Trompeten in der Ferne erklingen.


SOLO:


Dann, obwohl dein Tempel weit und melodisch anschwillt,

der süße, majestätische Ton von Maros Leier:

Die Seele, erfreut über jeden Akzent –

verzückt verweilt – wagt nicht zu atmen,

während er von Trauer um einen Scheiterhaufen erzählt.


CHOR:


Es ist wieder schreckliche Stille;

Erwartungsvoll stehen die Sphären;

atemlos die lorbeerbekränzten Himmel.

Und rührt euch nicht, bis der erhabene Gesang verklingt,

und rührt euch nicht, bis Miltons melodische Donner verstummt,

und lasst den entzückten Himmel wieder in Frieden.


Du befiehlst Shakespeare, mit der Hand zu winken,

und schnell vorwärts zu springen

Die Passionen – ein gewaltiges Heer –

Und jede erklingt auf der Saite,

die am besten mit ihrem tyrannischen Temperament harmoniert,

während von den Lippen ihres Meisters die inspirierenden Worte strömen.


Spenser bläst eine silberne Trompete,

und während ihre martialischen Töne in Stille verklingen,

erklingt aus einem jungfräulichen Chor

Ein Hymnus zum Lob der makellosen Keuschheit.

Es ist still! Wilde Triller der Äolslyra

Zauber haucht sanft und verklingt zitternd.


SOLO:


Als Nächstes schweben Tassos glühende Verse

in der heiteren Luft,

rufen die Jugend aus müßigem Schlummer,

erwecken sie aus dem Schlaf der Lust:

Dann gleiten seine Finger sanft über die Saiten,

und lassen die Seele zu Mitleid und Liebe schmelzen.


CHOR:


Doch wenn Du dich mit den Neun vereinigt,

Und alle Kräfte des Gesangs sich vereinen,

lauschen wir hier auf Erden:

Die sterbenden Töne, die die Luft erfüllen,

Und das Ohr des schönen Abends erfreuen,

Empfangen von Dir, großer Gott der Barden, ihren himmlischen Ursprung.


Barden der Leidenschaft und der Heiterkeit,

Ihr habt eure Seelen auf Erden zurückgelassen!

Habt Ihr auch Seelen im Himmel,

Doppelt gelebt in neuen Gefilden?

Ja, und die des Himmels verkehren

Mit den Sphären von Sonne und Mond;

Mit dem Rauschen wundersamer Quellen,

Und dem Gerede donnernder Stimmen;

Mit dem Flüstern der Himmelsbäume

Und untereinander, ist sanfte Ruhe

Sitzend auf elysischen Wiesen,

Beweidet von niemand anderem als Dianas Kitzen;

Unter großen Glockenblumen, die sich wie Zelte spannen,

wo die Gänseblümchen nach Rosen duften,

und die Rose selbst einen Duft trägt,

den es auf Erden nicht gibt;

wo die Nachtigall singt

Nicht ein sinnloses, entrücktes Ding,

Sondern göttliche, melodische Wahrheit;

Philosophische Verse, sanft;

Geschichten und goldene Erzählungen

Vom Himmel und seinen Geheimnissen.


So lebt ihr hoch oben, und dann

lebt ihr wieder auf Erden;

Und die Seelen, die ihr zurückgelassen habt,

lehren uns hier den Weg zu euch,

wo eure anderen Seelen freudig sind,

Niemals schlummernd, niemals übersättigt.

Hier sprechen eure auf Erden geborenen Seelen noch immer

Zu den Sterblichen von ihrer kurzen Woche;

Von ihren Sorgen und Freuden;

Von ihren Leidenschaften und ihrem Groll;

Von ihrem Ruhm und ihrer Schande;

Was stärkt und was niemals?

So lehrt ihr uns Tag für Tag,

Weisheit, selbst wenn sie weit entflohen ist.


SOLO:


Geist, der hier herrscht!

Geist, der hier schmerzt!

Geist, der hier brennt!

Geist, der hier trauert!

Geist, ich beuge mich

Meine Stirn gesenkt,

Umhüllt von deinen Schwingen.

Geist, die Blicke.

Ganz von Leidenschaft ergriffen,

In deine bleichen Reiche.


CHOR:


Barden der Leidenschaft und des Frohsinns,

Ihr habt eure Seelen auf Erden zurückgelassen!

Ihr habt auch Seelen im Himmel,

Doppelt gelebt in neuen Gefilden!


A Somerset Rhapsody für Orchester  op.21 Nr.2  H.87  (1906/07)

G. Weldon / London Symphony Orchestra  (1955, Columbia)

A. Boult / London Philharmonic Orchestra  (1956, Decca Eloquence)

A. Boult / London Philharmonic Orchestra  (1967, Lyrita)

N. del Mar / Bournemouth Sinfonietta  (1980, EMI) + (1980, EMI)

Y. Menuhin / English Chamber Orchestra (1993, EMI)

R. Hickox / London Symphony Orchestra  (1994, Chandos)

D. Lloyd-Jones / Royal Scottish National Orchestra  (1996, Naxos) 

Beni Mora - Orientalische Suite  für Orchester  op.29 Nr.1  H.107  (1909/10)

G. Holst / London Symphony Orchestra  (1924, Columbia / Pearl-LP -> JAW) + (1924, Columbia / ExM) + (1924, Columbia / Symposium)

M. Sargent / BBC Symphony Orchestra  (1956, EMI) + (1956, EMI)

A. Boult / London Philharmonic Orchestra  (1967, Lyrita)

D. Lloyd-Jones / Royal Scottish National Orchestra  (1996, Naxos)

St. Paul' s Suite  für Streichorchester  op.29 Nr..2  H.118  (1912/13)

G. Holst / London Symphony Orchestra  (1924, Columbia / Pearl-LP -> JAW) + (1924, Columbia / ExM)

G. Weldon / Parikian, Vn. / Philharmonia Orchestra  (1953, Columbia)

M. Sargent / Royal Philharmonic Orchestra  (1965, EMI) + (1965, EMI) + (1965, EMI)

N. Braithwaite / The New Zealand Chamber Orchestra  (1990, Koch)

Ch. Hogwood / Saint Paul Chamber Orchestra  (1992, Decca) + (1992, Decca)

Y. Menuhin / English Chamber Orchestra  (1993, EMI)

R. Hickox / City of London Sinfonia  (1993)

R. Pople / London Festival Orchestra  (1995, Arte Nova)

H. Griffith / English Sinfonia  (2005, Naxos)

A Somerset Rhapsody für Orchester op.21 Nr.2 H.87 (1906/07)

G. Weldon / London Symphony Orchestra (1955, Columbia)

A. Boult / London Philharmonic Orchestra (1956, Decca Eloquence)

A. Boult / London Philharmonic Orchestra (1967, Lyrita)

N. del Mar / Bournemouth Sinfonietta (1980, EMI) + (1980, EMI)

Y. Menuhin / English Chamber Orchestra (1993, EMI)

R. Hickox / London Symphony Orchestra (1994, Chandos)

D. Lloyd-Jones / Royal Scottish National Orchestra (1996, Naxos)


A Sommerset Rhapsody