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Mensch & Musik - Wesen & Wissen

Mensch und Musik - Gedanken zum Wesen und zum Wissen

 

Viele fundierte Studien und umfassende Veröffentlichungen haben in den letzten Jahrzehnten dabei geholfen, die weit über das Musikalische hinaus gehende Bedeutung von Musik und Musizieren in breiter Öffentlichkeit publik zu machen. Leider zeigt sich immer wieder, dass sich die Reaktion auf diese Erkenntnisse und das wachsende Verständnis seitens der Politik in Grenzen hält. Auch vielen Eltern, die ja schließlich die wichtigen Entwicklungsstufen Ihrer Kinder unterstützen wollen, sind sich der Tragweite der Erkenntnisse anscheinend nicht wirklich bewusst. Hier dazu ein paar Stichworte, die Sie im Internet (z.B. bei Wikipedia unter "Musikpädagogik") vertiefen können:

 

  • Intuition
  • Soziale Kompetenz
  • Empathie
  • Ganzheitliche Persönlichkeit
  • Vernetzung der Gehirnhälften
  • Kognitive und emotionale Rezeptoren

 

Ein persönlicher Gedanke zu diesem Thema: Die sogenannten "Kernfächer" der Schule stellen eine gesellschaftlich abgesprochene Norm dar. Sie tragen nicht mehr zur positiven menschlichen Entwicklung eines Kindes bei, als ihrem ureigenen Wesen innewohnt. Die Beschäftigung mit Musik bieten mitunter das breiteste Spektrum für menschliche Entwicklung. Musik berührt und beeinflusst in unterschiedlich starken Graden Emotionales, Mathematisches, Intuitives, Kreatives, Körperbewusstsein, Kritikfähigkeit, Spontanes, Soziales, Refexion, Meditation, Selbstbescheidung, Selbstbewusstsein, Toleranz, Selbstwertgefühl und ein Gefühl für Werte an sich. Und da liegt in scheinbar hoffnungslosen oder ernüchternden Zeiten ein Potenzial für eine große Sehnsucht, die kein politisches oder rationelles (z.B. markwirtschaftliches) System stillen kann . . .

 

Die (ungewisse) Zukunft benötigt vielleicht viel mehr Einsatz menschlicher Fähigkeiten, als heute zu erahnen ist: Musizieren eröffnet jungen heranwachsenden (und natürlich auch älteren) Menschen eine innere Welt, die auf alles vorbereitet - besonders, weil man im Abenteuer "Lernen eines Instruments" sich selbst näher kommt:

 

"Erkenne Dich selbst! Werde, der Du bist!" oder "Erkenne Dich selbst - und Du erkennst die Welt" . . .


Essenz zum Schluss - ein Bild sagt mehr . . .

Dale Clevenger (Principal Hornist CSO) mit Student Kevin Krivosik (Meisterkurs 2012) 


Was mich an dem nebenstehenden Foto besonders berührt, ist neben dem konzentriert hörenden Spielausdruck des Studenten Kevin Krivosik die "Haltung" des Dozenten Dale Clevenger im Hintergrund:

Ebenfalls hochkonzentriert, angespannt (wie auf dem Sprung), scheint er jeden Moment bereit, mit einem Wort Einfluss zu nehmen oder zu unterbrechen - was er sich aber noch zurückhaltend versagt (die emotionale linke Hand am Mund - und die rationelle rechte Hand in der Hosentasche).

Stirn und Augenbrauen zeigen förmlich die Vielfalt der parallel laufenden konstruktiven, reflektierenden und kritischen Gedanken, doch der geneigte Kopf und der Ausdruck der Augen sprechen eine emotionalere Sprache - vielleicht die des Berührtseins von der Musik und dem persönlichen Ausdruck des Spiels ...

Zum Greifen spürbar erscheint mir in dieser Momentaufnahme der "heilige Ernst" des Musizierens, die Hingabe an die Musik, die in diesem Augenblick das Äußeste darstellt, das dem Menschen an Kommunikation möglich ist.

Vielleicht ja nur "hinein interpretiert"? Aber zumindest ein Einblick in meine Sichtweise...

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