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Wilhelm Furtwängler (1886-1954)

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Furtwängler - Gedanken zu Werken Furtwängler - CDs / Audiodateien

Gedanken zum Komponisten Wilhelm Furtwängler und dessen kompositorischen Werk

Vorab ein ganz wunderbarer Text voller Liebe und tiefstem Verständnis zu Furtwänglers kompositorischem Werk von Georg Alexander Albrecht. Dort ist jedes Wort wohl gesetzt und bedeutungsvoll. Auch wenn ich vom Dirigenten Albrecht nicht restlos begeistert bin, so nah ist mir der musikalische Spürer und Denker Albrecht und so sehr schätze ich ihn für sein Verständnis und seine Liebe zu Furtwänglers Werk. Und natürlich für die unschätzbare Großtat der Herausgabe einer kritischen Gesamtausgabe von Furtwänglers Werken. Somit kann man mit Recht behaupten, dass wohl kaum ein anderer Mensch so tiefen Einblick in das Werk dieses weit unterschätzen Komponisten hat wie George Alexander Albrecht:


In Furtwänglers Sinfonien begegnen wir einer formalen Weiträumigkeit, wie sie nicht einmal bei Bruckner und Mahler anzutreffen ist. Dennoch haben wir es mit strengen Sonatensätzen, Lied- oder Variationsformen zu tun. Oft ist es auf den ersten Blick nicht auszumachen, wo ein Thema seine endgültige Gestalt erreicht hat. Bei Furtwängler entwickeln sich die Themen und daher die Formen erst allmählich, vergleichbar den Phänomenen der Tier- und Pflanzenwelt. Alles ist aufeinander bezogen, in fließender Entwicklung, nichts ist starr nebeneinder gesetzt.

Seine Harmonik genießt gänzliche Freiheit von jeglicher Doktrin. Sie folgt dem Gesetz der seelischen Entwicklung. So finden wir an Stellen der inneren Ruhe reine Homophonie, während Bitonaltät und Politonalität Konflikt und Auseinandersetzung kennzeichnen. Ganz selten überschreitet Furtwänglers Musik die Grenzen funktionaler Deutbarkeit, auf diese Weise bekommt die "Atonalität" allerdings höchste Signifikanz (3. Sinfonie)!

Von Furtwänglers Melodik möchte ich sagen: Sie hat einen angeborenen Adel. Ihre Natürlichkeit und Fassbarkeit wird seinen Werken auf Dauer einen sicheren Platz im Herze des Publikums erobern.

Die Instumentation ist ausgesprochen brilliant, spieltechnisch wird jedem Instrument äußerste Virtuosität abverlangt.  (George Alexander Albrecht)


Nochmal Texte - diesmal von Furtwängler selbst, der dessen Verständnis des Komponierens und der Rezeption von Musikwerken beleuchtet:


"Auf ein Kunstwerk muss man sich einstellen, d.h. es ist eine verschlossene Welt, eine Welt für sich. Dies Sicheinstellen heisst Liebe. Sie ist das Gegenteil vom Abschätzen, vom Vergleichen. Sie sieht das Unvergleichbare, Einzigartige. Die offene Welt, die Welt des abschätzenden Verstandes wird nie einem einzigen Kunstwerk gerecht."  (Wilhelm Furtwängler)


"Ich muss die Empfindung haben ins Grenzenlose zu gehen"  (Wilhelm Furtwängler)


Vor Hans Müller-Kray auf einen möglichen Koflikt zwischen Dirgieren und Komponieren angesprochen: "Das Komponieren ist eine Sache, die rein aus der Situation der Gegenwart geschehen kann, wenn sie überhaupt einen Sinn haben soll, während alle vergangene Kunst hat ihre eigenen Gesetze in ihrer Zeit gehabt. Das Dirigieren ist eine Sache der Einfühlung, das Komponieren ist eben doch eine schöpferische Angelegenheit und infolgedessen kommen auch diese beiden Tätigkeiten niemals in Kollision. Ich kann nicht für meine Kompositionen Erfahrungen verwerten, die ich als Kapellmeister gemacht habe. Im Gegenteil scheint es mir aber ein großer Vorteil, wenn ein Komponist auch als praktischer Musiker tätig ist, sowie es ja tatsächlich früher die grossen Musiker alle waren. Erst die letzte Zeit ist die Spezialisierung so weit gekommen, dass der Komponist also nur da sitzt und Partituren schreibt und der Kapellmeister schief angesehen wird, wenn er auch komponiert - nicht wahr ... ?  (Wilhelm Furtwängler) 


Her nun ein paar eigene Anmerkungen zum Komponisten und zu seinem Werk:


ROMANTIK

Die rieferen Kompositionen Furtwänglers wurden 1935 bis 1954 fertiggestellt und sind schon allein aus diesem Grunde keine "romantische Musik". Klar: Viel Musiker des 20ten Jahrhunderts setzen sich mit der Romantik auseinander, aber die Werke SIND deshalb keine Romantik (wenn man diesen einen inneren Seelenzustand betreffenden Begriff überhaupt zeitlich verorten kann) und können es auch nicht sein, denn jede Musik ist in ihrer Zeit verankert oder reflektiert, unberührt davon ob man sie als originell, modern, unzeitgemäß oder epigonal bezeichnet. Auch und gerade dieser innere Seelezustand korrespondiert mit der Zeit, in der der Komponist lebt und hat nichts mit einem ganz bestimmten Klang oder einer Interpretationsweise zu tun. Solch ein Wunsch - oder schlimmer: Anspruch - findet nur in der Erwartungshaltung eines "gebildten" Hörers, Musikwissenschaftlers oder Kritikers statt ...


FORM



ORGANISCHE - ENTWICKLUNG - ENTGRENZUNG - TRAGIK



RESONANZEN: KOMPONIST - WERK - HÖRER



R



Anmerkungen zu ausgewählten Kompositionen


... finden Sie auf welche hier unter Furtwängler - Gedanken zu Werken ...


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und noch ein diesbezüglicher Download:


Furtwängler-Box (55CD):  Register nach Komponisten mit CD und Track Angaben zum leichteren Auffinden:

WERKREGISTER NACH KOMPONISTEN zur Furtwängler 55CD Box - PDF-Datei

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